Bevor ein Abenteuer anfängt....
- Nadja Herbig

- 19. Mai 2021
- 6 Min. Lesezeit
Letzte Woche ging mein Blog „live“. Und was ist nun das große Abenteuer?
Hallo ihr Lieben!
Letzte Woche ging nun mein Blog "live". Oder auf Deutsch gesagt: Ich habe ihn veröffentlicht und mit euch den Link dazu geteilt. Das war sehr aufregend. Und von dem einen oder anderen Leser habe ich interessierte Rückmeldungen erhalten. Danke dafür! Das freut mich riesig!
Menschen aus meinem näheren Umkreis wissen bereits, was mir und meiner kleinen Familie bald bevorsteht und weshalb ich, unter anderem, diesen Blog begonnen habe. Und nun weihe ich auch euch ein!
Der Grund
Ich bin zurzeit in Elternzeit. Mein Mann arbeitet „regulär“. In Anführungszeichen, denn wir wissen alle was zurzeit auf der Erde los ist. Nicht wahr? Das C-Wort muss ich hier glaube ich nicht weiter ausführen. Weswegen er eigentlich ausschließlich im Homeoffice arbeitet. Für uns sind die Maßnahmen ein kleines Glück, denn wir sind zu einer schönen kleinen Familie zusammengewachsen und mein Gut‘ster konnte bisher an vielem Neuem mit Baby teilhaben. Aber darüber einen Blog zu schreiben wäre ja nichts Neues. Es geht ja vielen damit ähnlich. Doch die große Neuigkeit ist: Mein Mann wechselt bald seinen Arbeitsplatz. Und zwar nach Tokyo! TOKYO!
„Das ist doch der pure Wahnsinn,“ denkt man sich vielleicht entsetzt. So weit weg von Frau und Kind und das in der heutigen Zeit…. Also nein. Doch! Das beste ist: Ich und Kind gehen für die Elternzeit mit! Juhuuu!
Wie es dazu kam erzähle ich euch hier:
Zurzeit leben und arbeiten wir noch in Dresden. Unser Traum war es schon immer im Ausland zu leben. Nicht nur Urlaub machen. Sondern sich einen Alltag aufbauen und eine fremde Kultur mit Haut und Haaren erleben. Eintauchen, würde jetzt so mancher Reiseprospekt sagen. Mit allem was dazu zählt.
Wir beide waren schon jeweils für ein Jahr im Ausland. Ich als Au-pair in Paris, nach meinem Schulabschluss. Und mein Mann während des Studiums in London. Nun sind wir schon einige Jahre hier in Deutschland. Haben Fuß gefasst im Arbeitsleben und im Alltag. Haben uns kennen gelernt, sind zusammengezogen und uns ein wunderbares Leben zusammen gestaltet. Wir hatten allerdings irgendwie immer noch das Gefühl, dass etwas fehlt. Eine neue Herausforderung. Eine neue Erfahrung. Urlaub rustikal oder in einem Surfcamp reichte da einfach nicht.
Auch als ich schwanger war, hatten wir beide das Gefühl, wir müssen etwas anderes ausprobieren.
Wir beide lieben unseren Beruf und versuchen alles zu geben. Unsere Tochter hat unser Leben aufregender und wertvoller gemacht. Und trotzdem waren wir uns sicher, dass wir ein Abenteuer wagen wollen. Und warum nicht auch mit Baby?
Zum Glück bekam mein Mann letztes Jahr das Angebot eine Arbeit an der Universität Tokyo zu beginnen. Wow! Wir waren so begeistert von der Idee! (Für mich geht damit insgeheim ein Teenagertraum in Erfüllung.) Wer hätte das geahnt?
Dann waren wir zunächst skeptisch. Ich, bestimmt noch eine Weile länger als mein Mann. Oje, mit Baby um die halbe Welt? Ich kannte mein Kind zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Wie denn auch. Es war noch in meinem Bauch. Natürlich hatte ich dann angefangen zu lesen und nach Erfahrungsberichten zu recherchieren. Andere Reiseblogs versicherten mir, dass das Reisen mit Baby gar kein Problem ist. Auch nicht, wenn man als Mama alleine fliegt. Auch nicht als Weltenbummler. Es war ja auch noch eine Weile Zeit bis dahin.
Vorher würde unser Kind auf die Welt kommen. Das für sich, war schon sehr spannend und ein ganz eigenes Abenteuer! Wir schwebten in Vorfreude, aber auch erstaunt von den neuen Umständen! (Schon das wäre ein eigenes Blog-Thema. Das Abenteuer Eltern werden. Wer daran Interesse hat, unsere Sichtweise darauf zu sehen, schreibt mir bitte mal.)
Doch umso mehr Zeit verging, umso wirklicher wurden unsere Pläne, umso sicherer die Zusagen des zukünftigen Arbeitgebers. Das war zugleich auch ein riesiges Glück! Und wir freuten uns immer mehr auf die ungeahnte Größe dieses Abenteuers. Und das tun wir immer noch! Das ist alles sehr spannend und aufregend!
Manche ahnen oder wissen es schon: Ihr seid ja noch da….
Kein Weg ist gerade - Kein Weg ohne Steine
Ja, wir sind noch da. In Deutschland. In Dresden um genau zu sein. Wir stecken immer noch voller Vorfreude und Glücksgefühlen.
Allerdings mischt sich jetzt ein kleines anderes Gefühl hinein: die Ungeduld.
Denn wir warten gerade noch auf die Dokumente.
Oh Mann! Dahinter steckt vielleicht eine Geschichte.
Es fühlt sich sogar etwas ironisch an. Als würde irgendwo jemand sitzen und sich denken: „Na, so leicht machen wir es denen aber nicht!“ (Oder haben die lieben Verwandten ihre Finger im Spiel?... Die einen oder anderen wollen uns gerade nämlich nicht gerne gehen sehen. Diesen Satz habe ich mit einem Augenzwinkern geschrieben.)
Und nein, der Grund hängt nicht im direkten Zusammenhang mit dem C-Wort zusammen. Wirklich!
(Hier mein geheimes Versprechen: Wenn es los geht, gibt’s einen Extra-Eintrag! Vielleicht nicht sehr lang, aber prägnant! So aufgeregt bin ich!!!)
Ihr wollt wissen was da los ist?
Das Ziel, dahin zu ziehen, lag Anfang Mai 2021. Es ist nun schon nach Mitte Mai 2021 und wir sind noch nicht in Tokyo. Wir sind vorerst ins Schwiegereltern-Haus gezogen, haben uns hier in Ruhe eingelebt. Umgezogen sind wir schon Ende März. An dem Tag bekam mein Mann die Nachricht von FedEx: „Sie müssten bald Post bekommen, aber irgendwas stimmt mit der Adresse nicht!“ Das korrigierte mein Mann natürlich ganz einfach per Telefon. Super!
Er hatte auch schon vorher Nachricht von der Assistentin des japanischen Chefs bekommen, dass die Dokumente auf dem Weg sind. Toll! Denn es lagen nur drei Tage zwischen dem Versand aus Tokyo nach Deutschland.
Doch nach einigen Tagen stellte sich heraus, dass unsere Post schon vor sechs Tagen in Wiesbaden angekommen war und nun aber nicht ihren Weg zu uns nach Dresden gefunden hatte.
Mein Mann rief nun fast täglich bei FedEx an und wurde immer wieder vertröstet, dass sie danach suchen und sich bei ihm melden würden. Wir hätten die Annahme angeblich verweigert. Hm, aber wir wohnen doch in Dresden und nicht in Wiesbaden. Ach ja! FedEx meldet sich bald bei uns, wurde jedes Mal aufs Neue versichert.
Nach drei Wochen wurde unserer Post dann der Stempel "Verloren" aufgedrückt. Klasse! Och nee! Warum passiert das gerade uns! Das sind doch wichtige Dokumente. Wie können die verloren gehen? Ok. Endlich wurde das also bestätigt.
Jetzt müssen leider diese Dokumente/Papiere (Certificate of eligibility) wieder erneut ausgestellt werden, da diese eine neue Nummerierung haben.
Gibt es schon was Neues?
Ein neues und aktuelles Ereignis ist nun, dass diese Papiere am 18.05.2021, Dienstag, aus Tokyo losgeschickt wurden. Juhuuu! Ich drücke gerade alle Daumen und schicke immer mal wieder Gedanken gen Himmel, dass es diesmal klappt und sie bei uns ankommen.
Bitte unterstützt uns mit euren guten Gedanken!
Als Familie in Tokyo leben auf Zeit. Unser großes Abenteuer.
So, nun seid ihr im Bilde über unser großes Abenteuer! Puuh…. Erstmal durchatmen. Geht’s wieder? Schau mal kurz aus dem Fenster, liebe/r Leser/in. Augen wieder entspannt? Wahnsinn! Oder?
Wer nun fragt: Was ist mit deiner Arbeit, Nadja? Wirst du kündigen? Ziehst du mit Kind nach? Nein. Ja.
Nein, ich habe wie gesagt Elternzeit und genieße diese in vollen Zügen. Meine Tochter ist nun ein halbes Jahr alt. Sie ist für mein Gefühl alt genug, um mit uns auf so eine lange Reise zu gehen. Das gedacht hatte ich auch schon als wir Pläne schmiedeten. Der zukünftige Arbeitgeber hätte meinen Mann auch gerne schon Anfang Januar genommen. Dies wäre mir aber zu riskant. Wusste ich ja nicht genau, wie wir mit unserem Kind zurecht kämen. (Hatte ich ja weiter oben schon ausgeführt.) Man soll sich ja Zeit nehmen zum Einander-kennen-lernen. Und das haben wir getan und sehr genossen.
Ja, ich möchte die Elternzeit nutzen und diese fremde Kultur kennen lernen. An Weihnachten möchten wir jedoch wieder zurück, um für ein paar Wochen bei der Familie sein zu können.
Konstruktive Kritik und Ideen
Und nun ende ich mit meinen Ausführungen. Nun wisst ihr was ihr hier bald so lesen werdet. Habt ihr noch genauere Fragen? Schreibt mir unter „Contact“.
Weitere Ankündigungen:
Dies sind meine ungefähren Themen, die ich mit euch demnächst teilen möchte. Sie sind schon vorgeschrieben.
Die Idee, weshalb ich einen Blog schreiben möchte. „Braut mit Neugeborenen sucht Tipps.“
Wir ziehen um. Gefühle, Gefühle, Gefühle.
Wir warten. Ein Gefühlschaos.
Ich lerne Japanisch. Wie geht das mit Baby? Welche Methoden und Hilfen nutze ich?
So packe ich meine Koffer – Verreisen für ein halbes Jahr mit Kleinkind.
Weitere Ideen sind:
Eine Sorbin in Tokyo. Eventuell ein Gespräch mit Prof. Goro Kimura, der Sophia Universität in Tokyo.
Letzte Vorbereitungen für unser Leben in Tokyo.
Letzte Vorbereitungen für den Flug.
Es geht los! Gefühlschaos im Zeitraffer. Warum man dann nicht plötzlich noch mal allen Tschüss sagen kann.
Wie teuer ist Tokyo wirklich?
Bestätigen sich die Klischees über die Normen und Werten der dortigen Gesellschaft?
Wie leicht finden wir Anschluss an dem dortigen Leben?
Was besichtigen wir als erstes?
Das alles sind ungefähre Themen, die ich mir weiterhin vorstellen könnte mit euch zu teilen. Was wünscht ihr euch mehr? Welche Themen sollten tiefer ins Detail gehen?
Ich hoffe ihr fandet diesen Eintrag lesenswert und fühlt euch ein Stück auf unserem Weg mitgenommen. Ich freue mich euch davon erzählen zu können.
Bleibt gespannt für den nächsten Beitrag!
Eure Nadja





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